Vor 28 Jahren: Microsoft sollte zerschlagen werden
Am 18. Mai 1998 reichten das US-Justizministerium (unter Präsident Bill Clinton) und mehrere US-Einzelstaaten eine Kartellklage gegen Microsoft ein mit dem Ziel, das Unternehmen zu zerschlagen. Es ging darum, dass die Firma den Markt für Webbrowser unter Windows illegal monopolisiert habe. Microsoft hatte dafür gesorgt, dass der Internet Explorer nicht deinstalliert und beispielsweise durch Netscapes Navigator ersetzt werden konnte. Der Streit begann allerdings schon fünf Jahre früher, als das Justizministerium erstmals wegen Microsofts Geschäftspraktiken ermittelte.

Am 7. Juni 2000 urteilte der Richter Thomas Penfield Jackson tatsächlich, dass Microsoft in zwei Unternehmen (je für das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme) aufgeteilt werden müsse. Microsoft war natürlich dagegen und hatte mit der Berufung Erfolg. Geholfen hat dabei sicherlich, dass der Republikaner George W. Bush inzwischen den Demokraten Clinton als Präsident abgelöst hatte; 2001 wurde dann auch offiziell bekanntgegeben, dass das Justizministerium kein Interesse mehr an einer Zerschlagung von Microsoft habe.