Schrezheimer Mühle bei Ellwangen

Eine ländliche Szene mit dem Gebäudeensemble einer später abgegangenen Mühle nördlich der Jagst in der Ortschaft Schrezheim, die seit 1972 zu Ellwangen gehört. Am ehemaligen Standort der Mühle befindet sich heute ein Autohaus an der Konrad-Adenauer-Straße (B 290).
Der Blick richtet sich nahezu frontal auf die Giebelseiten des Haupt- und eines Nebengebäudes. Sie sind beide hell verputzt und stehen neben mehreren hölzernen Schuppen. Ein Mühlrad ist nicht zu erkennen. Neben der Mühle befindet sich eine hell gekleidete Person, möglicherweise der Müller. Links im Bild verläuft ein Zufahrtsweg, den Holzstapel, zwei großen Pappeln, Birken und einige kleinere Bäume säumen. Dahinter erstreckt sich eine hügelige Landschaft mit geringem Baumbestand. Vom mittleren Vordergrund aus öffnet sich der Mühlkanal zu einem Weiher, der bis an die Mühle heranreicht. Schilf bewächst das Ufer; rechts im Vordergrund weiden Schafe auf einer Wiese.
Die Kamera befand sich in erhöhter Position, vielleicht auf einem Steg über dem Bach. Diffuses Tageslicht und eine kurze Belichtungszeit bestimmen die Aufnahme; Schafe und Wasser zeigen nur geringe Bewegungsunschärfen. Eine kolorierte Ansichtskarte aus dem Jahr 1905 (Verlag Regnault, Ellwangen) zeigt dieselbe Ansicht, allerdings auf das kleinere Kartenformat beschnitten. Wahrscheinlich diente die Fotoplatte als Vorlage für diese Postkarte.


Insgesamt gibt es fünf Ansichten dieses Motivs vom gleichen Kamerastandpunkt. Eine zweite Platte entstand nahezu zeitgleich, lediglich die Position der Schafe unterscheidet sich (Inv. Nr. 4565). Zwei weitere Platten zeigen spielende Kinder im Wasser und sind wahrscheinlich an einem anderen Tag entstanden (Inv.-Nr. 4567, 4568). In einer weiteren Aufnahme tragen die Pappeln Laub (Inv.-Nr. 4573).



Zeitsplitter – Fotografische Erinnerungen auf Glas
Fotoausstellung in der Brechtbaugalerie
Wilhelmstraße 50, 72074 Tübingen
6. Februar bis 25. Oktober 2026
montags bis freitags: 9–20 Uhr
sowie variierend an den Wochenenden