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Schwarzbuch 2020

2020/2021

Die Pandemie war wohl für alle Menschen ein ein­schneidendes Ereig­nis. Und da­durch ein in seiner Traurig­keit Verbin­dendes. Es wurde deutlich, dass Globa­lisierung nicht nur wirt­schaft­liche Aspekte hat. Zu Beginn im Früh­jahr 2020 war mir jedoch noch nicht klar, welche Aus­maße das annimmt. Ein Auf und Ab, schleichend drang die Mächtig­keit des Problems in mein Bewusst­sein; schließ­lich musste ich (mal wieder) lebens­verändernde Maß­nahmen ergreifen.

Globali­sierung hat mich schon in meinen früheren Projekten Celebi heimholen (2011) und Globalisierung konkret (2017) beschäf­tigt. Die Globali­sierung – hier wert­frei ver­standen als die seit Jahr­zehnten zunehmende inter­nationale Vernetzung auf vielen Ebenen – hat vielerlei Aus­wirkungen auf mich. Solche, die für mich eher abstrakt sind und indirekt auf mich wirken und andere, die mich konkret in meinem All­tag be­treffen. Sie zeitigt Aspekte, die mir Unbehagen bereiten – hat für mich jedoch auch ihre ange­nehmen Seiten.

Bei den o. g. Projekten habe ich einen eher beschreibenden, doku­mentarischen An­satz gewählt und einen kon­kreten Vorgang doku­mentiert. 2020 hatte ich dagegen das starke Bedürfnis, meine innere Erschütterung zu visua­li­sieren.

Doku­mentarische Bilder von Verbots-Zetteln, Absperrungen, verlorenen Masken o. ä. waren mir dafür zu ober­flächlich. Für das Schwar­zbuch verfolge ich seit Sommer 2020 das Ziel, in Bild­paaren zu dichten: foto­grafische Lyrik anzu­fertigen. Es ent­stehen Bilder, die die Betrachter­innen/Betrachter wie Gedichte konsu­mieren können. Die Motive finde ich in meinem direkten Umfeld, trachte bei der Gestaltung und Aus­arbeitung jedoch nach Uni­versalität.

Erste öffent­liche Präsentation in der Aus­stellung ↬ Ausstellung »Der Reflex des Wieder­erkennens #1 – Foto­grafie und Dichtung« (Sommer 2021, schaelpic photo­kunst­bar Köln)
📂 Falt­blatt zur Aus­stellung

© Martin Frech: Das Schwarzbuch (Prototyp)
Das Schwarzbuch (Prototyp)
© Martin Frech: Die Schwarzbuch-Poster (recto, erste Auflage 2021)
Die Schwarzbuch-Poster, Vorderseite
© Martin Frech: Die Schwarzbuch-Poster (verso, erste Auflage 2021)
Die Schwarzbuch-Poster, Rückseite
© Martin Frech: Ein Schwarzbuch-Poster, zur Broschüre gefalzt
Ein Schwarzbuch-Poster, zur Broschüre gefalzt
© Martin Frech: Layout der Ausstellung in der schaelpic photokunstbar
Layout der Ausstellung in der schaelpic photokunstbar (Sommer 2021)
© Martin Frech: Installationsansicht (schaelpic photokunstbar, Köln)
Installationsansicht (schaelpic photokunstbar, Köln)

Umfang der Arbeit

Künstler­buch: 40 Seiten Inhalt; 21 × 21 cm; Hardcover, 170 g/m² matt, Digital­druck, Spiral­bindung; 1. Aufl., 1 Ex. ›Prototyp‹, 2021

Mappe mit Einzel­bildern: Silber­gelatine-Baryt-Ver­größerungen, selen­getont und silber­bild­stabilisiert, optisch direkt ver­größert von den originalen sw-Negativen; verso datiert, betitelt, numeriert, gestempelt und signiert; je 5 Ex.

Poster: zwei­seitig, DIN A1 (hoch), 100 g/m² glänzend; 1. Aufl. 2021, 100 Ex.
Die Motive verso sind so aus­geschossen, dass das Plakat zu einer Broschüre (8 Seiten, DIN A4 hoch) gefalzt werden kann.

Ausstellungs­prints: Latex-Drucke auf Affichen­papier (Blueback), werden jeweils direkt auf die Wand gekleis­tert und nach Aus­stellungs­ende ver­nichtet; 40 × 40 cm und 80 × 80 cm, offene Auflage

Das Werk ist in Arbeit.
Mein Schwarz­buch-Projekt wird gefördert durch ein Sti­pendium des Minis­te­riums für Wissen­schaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.