© 2018 Martin Frech

Das Projekt 'Lebendigkeiten' mischt konzeptuell Elemente der bildenden mit solchen der darstellenden Künste: Malerei und Grafik (Dieter Löchle) 'begegnen' Tanz-Improvisationen (Anke Zapf-Vaknin) und Text-Rezitationen. Neben der Arbeit im Atelier spielt der regelmäßige Kontakt mit verschiedenem Publikum für den Fortgang des Projekts eine wichtige Rolle.

Meine dokumentarische Arbeit sichert die ephemeren und ortsgebundenen Ergebnisse dieses Vorhabens filmisch und fotografisch. Ich begleite die Akteure bei der Projektentwicklung, den Proben und den Aufführungen. Dieter Löchles grafische Blätter sind als Standbilder eingebunden, ergänzt durch szenisch fotografierte Dokumente (Video/Standbild/Ton) ihrer Entstehung.

Ich sehe meine Arbeit als mehrfachen Hybriden, formal wie inhaltlich.
Inhaltlich geht der Film über die pure Dokumentation der Ergebnisse Zapf-Vaknins/Löchles hinaus: Ich bringe meine Überlegungen zu Aspekten des Lebendigen ein und reichere den Film mit eigenen visuellen Assoziationen an. Haiku-Texte meines Sohnes fungieren als Interventionen.
Formal nehme ich Still- und Bewegtbilder auf. Die Zwischenergebnisse wurden im Herbst als Video präsentiert.
Das Video ist eine Kombination aus Film und Fotofilm, eine Mischung aus Still- und Bewegtbildern. Auf musikalische Untermalung verzichte ich, auf der Tonspur verwende ich nur die O-Töne und Sprachaufnahmen.
Mein intermedialer Ansatz spielt mit den Problemen der Dokumentation von Bewegung: Bewegung vor der Kamera -- bewegte Bilder (Video/Film) -- Standbild von Bewegung (der klassische Alptraum des Kinos); auch auf der Tonebene mit den Haiku.